DHL reduziert für die Coldplay-Tour die CO2-Emissionen in der Luft- und Seefracht durch den Einsatz nachhaltiger Biokraftstoffe. Für den Landtransport kann DHL auf eine umfangreiche Flotte von Elektrofahrzeugen und LKW zurückgreifen, die mit Flüssigerdgas aus organischen Abfällen betrieben werden. Der verbleibende Teil der Lieferkette wird durch einen Emissionsausgleich über den gesamten Lebenszyklus klimaneutral gestellt.

Erneuerbare Energie und Biodiesel

Neben den von DHL eingeführten Innovationen im Bereich der nachhaltigen Logistik hat Coldplay eine Reihe von Initiativen gestartet, um ihre Tournee so emissionsarm und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Jede Show wird mit einer Mischung aus erneuerbaren Energien (wie Wind- und Solarenergie) und zertifiziertem Biodiesel versorgt. Transportable Solarpaneelen werden ausgelegt, Windräder installiert und die Fans selbst erzeugen Strom, wenn sie in bestimmten Bereichen auf hochmodernen kinetischen Böden tanzen oder auf Powerbikes strampeln.

Die Zusammenarbeit mit Coldplay passt zur Nachhaltigkeitsstrategie von DHL, wonach alle Emissionen bis 2050 netto auf null reduziert werden sollen. Bis 2030 will die Deutsche Post DHL Group mindestens 30 Prozent des Kraftstoffbedarfs durch nachhaltige Kraftstoffe decken.

Coldplay hofft, mit der Tournee auch Vorbild für andere Bands zu sein. In Deutschland setzt sich die Initiative "16 Steps bis 2025" für eine klimaneutrale Veranstaltungswirtschaft ein. Initiator Stefan Lohmann: "Unsere Branche ist akut vom Klimawandel bedroht, deshalb müssen wir jetzt gemeinsam aktiv werden!"

Verschiedene Verbände aus der Veranstaltungswirtschaft haben sich der 16-Steps-Initiative angeschlossen und unterstützen das Ziel, die Klimaneutralität bis 2025 zu erreichen, unter anderem mit der Nutzung von Ökostrom. Die Initiator:innen fordern die Veranstaltungswirtschaft auf, freie Flächen, Dächer und Parkplätze für den Solarausbau selbst zu erschließen oder zur Verfügung zu stellen. Insbesondere solle die öffentliche Hand ihre Messegelände, Locations, Theater, Museen und Parkplatzflächen entsprechend zum Solarausbau nutzen.


Franziska Mozart
Autor: Franziska Mozart

arbeitet als freie Journalistin für die W&V. Sie hat hier angefangen im Digital-Ressort, als es so etwas noch gab, weil Digital eigenständig gedacht wurde. Heute, wo irgendwie jedes Thema eine digitale Komponente hat, interessiert sie sich für neue Technologien und wie diese in ein Gesamtkonzept passen.