Auf der Homepage heißt es, zwei Jahre Pandemie und Social Distancing hätten ihre Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Es sei Zeit, das Trennende zu überwinden und endlich wieder zusammenzufinden. "Auch die aktuelle Weltsituation ist angespannt. Kriege und Schreckensbilder, wie derzeit in der Ukraine, bestimmen unseren Alltag und die Medien. Einmal mehr ist es wichtig, das Gute zu stärken und zu zeigen, dass es auch anders geht."

Dr. Motte, der bürgerlich Matthias Roeingh heißt, hatte vor mehr als 30 Jahren die Loveparade in Berlin gegründet. 1989 war sie noch ein kleines Fest, bei dem 150 Technofans unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" auf dem Kurfürstendamm tanzten. Fünf Jahre nach dem Start feierten 120.000 Raver. 1999 zählten die Veranstalter 1,5 Millionen Besucher.

Mangels Sponsoren fiel die Loveparade in den Jahren 2004 und 2005 aus - bis ein Fitnessstudio-Unternehmer einsprang. In Berlin fand die Parade bald mit dem Senat keinen Konsens mehr und wanderte ins Ruhrgebiet ab, wo sie in Essen (2007) und Dortmund (2008) wiederum viele Besucher anlockte. Bochum verzichtete ein Jahr später aus Platz- und Sicherheitsgründen. 2010 kam es dann in Duisburg in der Menschenmenge zur Katastrophe. 21 Menschen starben und mehr als 500 weitere wurden verletzt.