"Die Zahlen sprechen für sich selbst. Wir sind derzeit nicht so leistungsfähig, wie wir sein sollten", sagte Gulden, der erst zu Jahresbeginn das Ruder von Kasper Rorsted übernommen hatte. "2023 wird ein Übergangsjahr sein, um die Basis zu schaffen, wieder ein wachsendes und profitables Unternehmen zu werden."

Gulden, der vom Lokalrivalen Puma zu Adidas gewechselt ist, will den Konzern einer strategischen Prüfung unterziehen, um ab 2024 wieder auf einen profitablen Wachstumspfad zurückzukehren. Dafür rechnet das Unternehmen 2023 mit Einmalkosten von 200 Millionen Euro. So will Gulden die Marke wieder stärken sowie Produktentwicklung und Vertrieb verbessern. "Wir müssen die Teile wieder zusammensetzen, aber ich bin überzeugt, dass wir Adidas wieder zum Strahlen bringen. Aber dafür werden wir etwas Zeit brauchen." 

Niedrige Umsatzprognose gerade geschafft

Im vergangenen Jahr hatte Adidas mit der hohen Inflation und Problemen in China zu kämpfen. Dazu kam die Kündigung der Kooperation mit Kanye West unter anderem wegen Antisemitismus-Vorwürfen gegen den Rapper. Der Umsatz stieg den am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen zufolge um sechs Prozent auf 22,5 Milliarden Euro, währungsbereinigt wurde ein Plus von einem Prozent erreicht. Damit schaffte Adidas gerade mal das untere Ende der mehrfach gesenkten Wachstumsprognose.

Die bei Analysten viel beachtete Bruttomarge sank von 50,7 auf 47,3 Prozent, wie Adidas weiter mitteilte. Das Betriebsergebnis brach auf 669 Millionen Euro ein, nach fast zwei Milliarden Euro im Vorjahr. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn aus fortgeführten Geschäften von 256 Millionen Euro. 2021 hatte Adidas noch rund 1,5 Milliarden Euro erzielt. Adidas hatte im vergangenen Jahr auch mehrfach die Prognose für den Gewinn reduziert. Hier erreichte der Konzern den zuletzt in Aussicht gestellten Wert. (dpa)

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